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Illustration von Dora, Text von Caro |
Wahrscheinlich liegt es daran, dass unsere Zukunft (also, die berufliche, die unabhängige, ohne Eltern, nicht mehr zu Hause) immer greifbarer und gleichzeitig immer unwirklicher wird. Ich fühle mich, als würde der Ernst des Lebens bald vor der Tür stehen und meine jugendlichen Vorstellungen, Ideen, Wünschen entweder umarmen oder ihnen richtig in die Fresse schlagen. Wir schwimmen. Zählen die Tage bis zum Ende, freuen uns auf das Danach, obwohl keiner weiß, wie das genau aussehen wird.
Langsam, langsam und doch unglaublich schnell naht der Augenblick heran, in dem wir uns verabschieden müssen, von dem Alltag, den wir kennen, von den vertrauten (und doch oft verhassten) Orten, Leuten, Gewohnheiten. Alles verschiebt sich fast unmerklich, aber unaufhaltsam.
Ich freue mich auf das Danach. Ich hab ein bisschen Angst davor, aber das gehört dazu. Ich werde auch den Ernst des Lebens willkommen heißen. Selbst wenn er mir eine mitgibt. Geht nur so.
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